Schreibwerkstatt

Überarbeiten: Die kleine Hölle der Autoren

24. April 2016

Überarbeiten: Die kleine Hölle der Autoren

 

Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber für mich ist das Überarbeiten meiner Werke beinahe mühseliger, als das Korrigieren. Manchmal verliere ich ein wenig den Überblick und wenn ich erneut lese, denke ich nur: Warum ist mir das nicht schon viel früher aufgefallen?
Daraus resultieren dann endlose Kommentare am Dokumentrand, die ich aber eigentlich gar nicht mehr einarbeiten möchte, weil ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe =)

Überarbeitung Seelenaura Nephylen-Reihe Band 2

Eine andere Schwierigkeit ist, dass ich an einigen Szenen und Sätzen so sehr hänge, dass ich es kaum übers Herz bringe, diese zu ändern.

Aber häufig bleibt einem keine andere Wahl. In einer traurigen Szene hat Sarkasmus nichts zu suchen und die Protagonisten können auch schlecht über das ganze Buch hinweg schlechte Laune haben.
Besonders mit Zweiterem habe ich in Seelenaura zu kämpfen. Lucy ist chronisch genervt – was dazu führt, dass sie manchmal wie ein kleines Kind wirkt, das seinen Lolli nicht bekommt.

Ich selbst habe das beim Schreiben und bei der ersten Überarbeitung kaum gemerkt, meine Betaleserin zeigte mir dies erst. Und sie hat natürlich vollkommen recht damit! Und dennoch habe ich mich zu Beginn dagegen erst gesträubt. Es ist, als würden einem die Haare abgeschnitten werden (Wer an seinen langen Haaren hängt, kann dies bestimmt gut nachvollziehen) Aber der Spliss sollte nun mal weg. Das sieht nicht nur besser aus, sondern ist auch gesünder für die Haare. Und dasselbe gilt auch bei Romanen. Ein wenig Make-Up dort und Haare Stutzen an einer anderen Stelle und schon wirkt das Buch runder, lesbarer und in sich stimmiger.
Nach einigem Zögern bin ich dann einfach ganz rabiat an diese Stellen gegangen, löschte sie und schrieb sie neu. Jetzt stimmt das Gesamtbild langsam.

Ein kleines Beispiel an dieser Stelle. Einige kennen bestimmt schon Silvio, den starken,
furchtlosen Freund von Alina =)

In einer Szene habe ich ihn aber gar nicht so furchtlos dargestellt …

»Was ist mit der Elementarverschi …«
»Auf keinen Fall!«, rief Silvio und wäre vom Sessel aufgesprungen, wenn Alina, die auf seinem Schoß saß, ihn nicht auf diesem festgenagelt hätte.
»Scheint nicht so gut zu funktionieren, hm?«, grummelte meine Tante.
»Ich habe Silvio verbrannt, ohne dass ich überhaupt etwas bewusst verschoben habe!« Mir traten wieder die Tränen in die Augen. Warum ging es nicht mehr? Es hatte doch sonst immer geklappt! Wärst du doch nicht in mein Leben getreten, Flammenjunge, dachte ich wütend und kaute auf meiner Unterlippe.
»Das wird bestimmt einen ganz einfachen Grund haben«, versuchte Alina mich aufzumuntern. Ich sah kurz zu ihr und dann wieder zu meiner Tante, die schweigend vor mir saß und immer noch ihr Kinn knetete.
»Deine Aura sieht ein wenig merkwürdig aus«, sagte sie schließlich. »Genaues kann ich jedoch erst sagen, wenn du die Verschiebung noch einmal anwendest.«
»Ich bin dann mal weg!« Silvio war so schnell vom Sessel aufgesprungen, die verdutzte Alina in seinen kräftigen Armen, und in den Garten geflohen, dass ich nicht einmal hätte Hexenverbrennung sagen können.
»Der hat’s ja eilig«, murmelte meine Tante nicht ganz anwesend. »Wechsel jetzt bitte auf die unterste Ebene.«

Meine Beta (du bist einfach die Beste!!!!) hat mich dann darauf hingewiesen. Die Ursprungsversion fand ich persönlich sehr lustig, leider passte sie wirklich nicht zu Silvio. Also musste sie umgeschrieben und das ist dabei herausgekommen =)

»Was ist mit der Elementarverschi …«
»Lieber nicht!«, meinte Silvio und bewegte sich unruhig auf dem Sessel. Alina strich ihm beruhigend über die Schulter und sah dann wieder zu mir und Fiona.
»Scheint nicht so gut zu funktionieren, hm?«, grummelte meine Tante.
»Ich habe Silvio verbrannt, ohne dass ich überhaupt etwas bewusst verschoben habe!« Mir traten wieder die Tränen in die Augen. Warum ging es nicht mehr? Es hatte doch sonst immer geklappt?! Wärst du doch nie in mein Leben getreten, Flammenjunge, dachte ich wütend und kaute auf meiner Unterlippe.
»Das wird bestimmt einen ganz einfachen Grund haben«, versuchte Alina mich aufzumuntern. Ich sah kurz zu ihr und dann wieder zu meiner Tante, die schweigend vor mir saß und immer noch ihr Kinn knetete.
»Deine Aura sieht ein wenig merkwürdig aus«, sagte sie schließlich. »Genaues kann ich jedoch erst sagen, wenn du die Verschiebung noch einmal anwendest.«
»Wir lassen euch dann mal alleine …« Geschmeidig glitt er aus dem Sessel, wobei Alina sanft zu Boden glitt, und verließ mit ihr die Küche. Das war mir ganz recht, ich wollte ihn nicht noch einmal verletzen … oder Alina.
»Hat wohl Bammel, hmm«, murmelte meine Tante nicht ganz anwesend. »Wechsel jetzt bitte auf die unterste Ebene.«

Wie ihr seht, bin ich ganz fleißig am Überarbeiten und bin schon soweit, dass es … Trommelwirbel …

die erste Leseprobe gibt <3
Einfach hier klicken und schon geht’s los.
Und wer weitere Informationen zu dem Buch haben möchte, guckt sich einfach hier ein wenig um =)

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Schmökern und freue mich auf eure Kommentare! <3

Bis ganz bald wieder!

Eure Ela

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