Ela Hautnah, Schreibwerkstatt

Der Beginn meines Sylnen-Epos

17. September 2016
Enstehung meines Sylnen - Epos

Ich denke, es wird endlich einmal Zeit, auch hier auf meinem Blog und nicht immer nur in Interviews zu berichten, wie es überhaupt zur Idee von Sylnen kam.
Und dies erklärt vielleicht auch, warum ich so sehr an der Welt hänge und mir ein Ende bisher nicht vorstellen kann =)

Der zündende Funke

Ich habe bereits in der Grundschule kleine Geschichten geschrieben (eine gibt es sogar hier, wer mal schauen mag ;), aber nie mehr als ein paar wenige Seiten. Und das blieb auch dabei, bis eine damalige Freundin (wir beiden waren mittlerweile stolze 16 Jahre alt XDD) in der Pause sagte: „Ich schreibe ein Buch! Und habe sogar schon eine Seite!“ Sie erzählte uns (also mir und einer anderen Freundin) ganz ausführlich, wie sie ihre Welt ausgedacht hat und zeigte auch schon ihre ersten Skizzen.
Und das konnte ich irgendwie nicht auf mir sitzenlassen. (An dieser Stelle offenbare ich mal ein kleines Geheimnis von mir: Ich bin ein totaler Wettbewerbstyp, was ich auch gern als „Gockelverhalten“ bezeichne^^. Also stellte mir bloß keine zu schweren Aufgaben – an denen würde ich mich zugrunde arbeiten XD).
Und meine Freundin anscheinend auch nicht, also haben wir eine Art Mini-Wettbewerb gestartet:
Wer schreibt am meisten ;)

Die Grundidee

Aber für eine Geschichte braucht man nicht nur die Motivation, sondern auch eine Grundidee. Bislang hatte ich mich nie damit beschäftigt, wie man ein Buch schreibt. Demnach hatte ich auch im ersten Moment eine Art Schreibblockade … Worüber sollte ich jetzt überhaupt schreiben??!! Eines wusste ich zumindest schon – es musste etwas im fantastischen Bereich sein. Was anderes kam mir als absoluter Fantasy-Fan gar nicht in die Tüte!

Also war das Genre schon mal gefunden, jetzt fehlte nur noch der Inhalt. Und auf den brachte mich ein ganz besonderes Buch von Cornelia Funke – Tintenherz. Ich fand es wunderbar, das Bücher eine wesentliche Rolle in einem Buch spielten. Das Thema „Buch“ wollte ich auch gern mit einbringen, aber in einer fremden und nicht uns bekannten Welt. Mit völlig fremden Tieren und Pflanzen.
Und so war der Grundgedanke für Crailsmur geboren. Immer mehr Blätter füllten sich mit Skizzen und Beschreibungen von Tieren und Pflanzen und einer Karte und dann, ganz plötzlich, habe ich den Anfang von Sylnen vor Augen gesehen.

Der Beginn meiner Sucht ;)

Der Gewinner des Wettbewerbs war definitiv ich gewesen ^^ Nach einer Woche hatte ich bereits 30 Seiten geschrieben (damals noch handschriftlich, aber auf kariertem Papier, wo ich jede Zeile und jeden Millimeter ausgenutzt habe), wohingehen meine Freunde 3 – 6 Seiten vorzuweisen hatten. Sie haben ihr Projekt auch relativ schnell aufgegeben, für mich war jedoch klar: Ich schreibe weiter. Immer mehr Ideen kamen mir, aber ich hatte auch ein klares Ende vor Augen – das ich irgendwie viel zu schnell erreicht hatte : P

Da saß ich nun vor meinem Skript (dann schon am PC) und fragte mich: Und nun? Soll es das sein?
Irgendwie wollte ich das nicht. Vor allem, weil ich einen neuen Charakter eingebracht hatte, der meiner Protagonisten sehr viel bedeutet. Und sie entschied dann einfach, dass es weitergeht. Typisch Hauptperson, sie lassen dem Autoren fast nie eine Wahl ;)

Also tippte ich fleißig weiter … und weiter … und weiter … und äh ja, den Rest kennt ihr ja schon.
Halt, nicht ganz ;)

Eine lange Pause

Nach einiger Zeit fand ich meine Geschichte plötzlich furchtbar blöd und hab einfach von heute auf morgen aufgehört zu schreiben. Kann auch sein, dass mich das Abitur und mein damaliger Freund ein wenig zu sehr abgelenkt haben, aber ich hatte wirklich Null Bock mehr auf die Story. Ich habe sie dann noch einmal gelesen und sie dann in den hintersten Winkel meines PCs geschoben. Nur weg! So einen Schund wollte ich nicht mehr vor Augen haben!

Während der nächsten 4 Jahre habe ich Sylnen nicht mehr angerührt. Meine Unterlagen verstaubten, es wuchs sozusagen Gras über die Sache …

Das Ergebnis von höllischem Partylärm

… bis mein Mitbewohner eine Party schmiss. Dazu muss ich sagen, dass er Gitarrist war, und zwar einer, der alles liebte, was geschrammelt wurde. Ihr könnt euch jetzt wohl schon denken, zu welcher Sorte er gehörte. Genau – zu den Heavy Metal Fans der allerfeinsten Sorte!

Und die Party (15 andere Metaller, viel Bier, mega laute Mucke) fand direkt unter meinem Zimmer statt (Dielenboden ohne Dämmung) – ich dachte wirklich, der hat sie nicht mehr alle!! Und am nächsten Tag musste ich früh in die Uni und hatte auch noch ein Antestat (Miniprüfung) vor einem Versuch!

Also versuchte ich mich mit irgendwas abzulenken. Doof war nur, dass mir der Lesestoff ausgegangen war. Per Zufall kam ich dann auf mein Sylnen Skript. Da saß ich nun. Beschissene Musik und lautes Grölen unter mir, im Fernsehen lief nur Müll, und nichts zu lesen. Kurzerhand öffnete ich das erste Kapitel und begann zu lesen … und zu lesen … und zu lesen … und dann war das doofe Ding zu Ende!!
Mir blieb also nichts anderes übrig, als weiter zu schreiben ;) Der Schreibstil war zwar teilweise wirklich hart zu lesen gewesen, aber die Grundidee hatte mich wieder gepackt – und seitdem nicht mehr losgelassen. Innerhalb von 3 Jahren entstanden dann 7 weitere Bände … Aber das ist eine andere Geschichte. =)

Der allererste Anfang

Wenn ihr wollt, zeige ich euch das allererste Kapitel von Sylnen. Damals war meine Protagonisten 16 (wie ich zu der Zeit, wo ich mit dem Buch begann). Als ich den Faden wieder aufgenommen habe, passte das Alter und der Beginn der Geschichte in meinen Augen aber nicht mehr, weshalb ich es völlig verworfen und mindestens 10 Mal neu geschrieben habe. Ich hasse den Anfang von Büchern. Meist fällt mir der am schwersten …

So, jetzt kennt ihr den Hintergrund zu dieser Reihe =)
Wer jetzt neugierig auf das Buch geworden ist und mehr über meinen Sylnen Epos erfahren möchte, der klickt einfach mal hier.
Wie seid ihr denn zu euren Geschichten gekommen?
Haben sie euch sozusagen gefunden oder gab es auch einen Auslöser?
Ich freue mich sehr auf eure Antworten!!

Bis ganz bald wieder!
Eure Ela

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2 Kommentare

  • Reply Agnes 23. September 2016 at 11:44

    Es ist wirklich sehr interessant von (Hobby-) Autoren zu erfahren, wie sie zum Schreiben gekommen sind bzw. was ihre erste Idee war bzw wie sie zu ihrer ersten Idee gekommen sind. Daher finde ich deinen Beitrag wirklich super interessant!!!

    Dein Blog gefällt mir wirklich sehr: Ein super tolles Design, liebevolle Beschreibungen und einfach tolle Texte!
    Lieben Gruß!

    • Reply Ela Feyh 23. September 2016 at 18:46

      Vielen Dank!! Ich dachte, es wird endlich mal Zeit dafür, weil mich schon einige danach gefragt hatten ^_^

      Und auch ein meeeega herzliches Dank für dein Lob!! <3 Die Suche nach dem Design hat sich gefühlt endlos in die Länge gezogen, als ich es dann aber gefunden hatte, war ich mega happy. Und es freut mich wirklich sehr, dass dir meine Texte gefallen!
      Ganz viele Liebe Grüße zurück und ein schönes Wochenende!

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