Ela Hautnah, Schreibwerkstatt

Schreibkrams während der Latein Nachhilfe

25. Februar 2016

Selbst in der Latein-Nachhilfe entkomme ich nicht dem Schreiben : )

Da habe ich nach einem einfachen Text gesucht, anhand dessen mein Schüler das Gerundium und das Gerundivum üben kann und dann stolpere ich über einen kleinen Text mit dem Namen Schreibregeln für Mönche

Da macht das Übersetzen des Gerundiums und Gerundivums doch mal Spaß! Zumindest für mich ^^

Komplizierte Grammatik …

(Für alle, die keinen Plan haben, was ich mit den beiden Begriffen meine, hier eine kleine Definition aus dem guten alten Wikipedia. Sämtlichen ehemaligen oder fleißig anwendenden Latinern sollten die beiden Wörter allerdings bekannt vorkommen, außer ihr habt an der Stelle im Unterricht genauso gepennt wie ich. Ergo, für diese auch noch einmal ; )

Gerundium:

Das Gerundium (nicht zu verwechseln mit dem Gerundivum) wird im Lateinischen, im älteren Deutsch (sowie noch heute im Ostalemannischen), im Englischen (engl. gerund) und in zahlreichen romanischen Sprachen (franz. gérondif, ital. und span. gerundio, portug. gerúndio) dazu verwendet, ein Verb zu substantivieren (Gerundium = substantivierter Infinitiv < Verbalsubstantiv).[1]

Gerundivum:

Das Gerundivum, auch participium necessitatis ist ein von einem Verb abgeleitetes Adjektiv (Verbaladjektiv) mit passivischer Bedeutung, das meist eine Notwendigkeit oder bei Verneinung Unmöglichkeit ausdrückt, oftmals mit aufforderndem Charakter.

Im Lateinischen erhält es wie das Gerundium das Suffix -nd. Während dieses jedoch nur im Singular vorkommt und (wegen Gleichheit von Ablativ und Dativ sowie Fehlens eines Vokativs) nur vier verschiedene Formen ausbildet, hat das Gerundiv[1] das volle Repertoire der a- und o-Deklination zur Verfügung. Da die männliche Nominativ-Singular-Endung -us lautet, gilt als Schüttelmerkvers für das lateinische Gerundivum: „Es endet auf -NDUS, was getan werDN mUSs.“ Um ein Gerundiv von einem Gerundium zu unterscheiden, wenn es die Flexionsendungen nicht eindeutig anzeigen, ist zu prüfen, ob ein kongruentes Bezugswort besteht. Dann handelt es sich um ein Gerundivum. Es bleiben aber unentscheidbare oder doppeldeutige Fälle.[2]

Ich frage mich allerdings, warum man diesen Krams wissen muss. Verstanden habe ich ihn noch nie so recht, leider muss ich es jetzt aber, damit ich meinen Schülern keinen Blödsinn vermittle. Aber das ist ja ein anderes Thema.

Also, auf zu den Schreibregeln!

(Übersetzte Fassung von mir. Ich übernehme für die Richtigkeit der Sätze keine Garantie! Hilfsmittel: Meine geistigen kaum vorhandenen Vokabelvorräte sowie die Bibel bzw. den besten Freund aller Lateinlernenden – Der kleine Stowasser [wobei klein relativ ist, da der Schinken ca 570 Seiten stark ist und so schwer, das man mit ihm bestimmt eine tolle Gehirnerschütterung hervorrufen kann.])

Latein mal anders

 

Noch unverständlicher geht’s ja kaum!

Bestimmt denkt jetzt ihr: Was steht da für ein Bullshit, das versteht doch keiner!

Ich stimme euch da vollkommen zu!

Mit solchen Krams schlagen sich alle Lateinschüler und Lateinlehrer ständig herum. Aber das ist noch harmlos! Lest mal die de bello gallico Da versteht man kaum noch was. Die hatten damals einfach eine andere Sprache, nur leider sagt einem das kein Lehrer, weshalb die meisten Schüler denken, dass sie was Falsches übersetzen.

Falls unter euch Lesern ein Lateinlehrer ist … Übersetzt doch bitte mal Asterix & Obelix oder Max & Moritz mit den jüngeren Schülern. Das macht denen wesentlich mehr Spaß und ist auch einfacher. Vielleicht mögen sie das Fach dann wieder ein wenig mehr.

Aber zurück zur Kunst des Schreibens!

Einigen Punkten kann ich nur aus vollstem Herzen zustimmen. Zum Beispiel Punkt II) Wenn ich zu lange wach bin und dann noch schreibe, produziere ich meist nur noch Müll, auf dessen Bearbeitung ich überhaupt keine Lust habe. Also geh ich lieber in die Heia und schreibe am nächsten Tag frisch und ausgeruht weiter. Trinken tu ich ja sowieso nicht ; ) Aber hat es von euch schon mal jemand ausprobiert? Wie ist es denn so, im Vollsuff an seinem Buch zu arbeiten? Das würde mich wirklich interessieren ^^
Und auch Punkt IV) passt ziemlich gut zu mir, hehe. Alles Störende wird durch Musik beseitigt ; ) Getreu dem Motto, wenn ich nichts höre, ist da auch nichts. Da meine Augen ohnehin am Bildschirm kleben, ist meine visuelle Wahrnehmung sehr stark eingeschränkt. Erst wenn die Katze sich vor den Bildschirm schiebt, kriege ich mit, dass sie da ist und wahrscheinlich schon wieder was zu fressen haben will! Verfressenes Vieh …

Die anderen Punkte entziehen sich ein wenig meinem Verständnis. Entweder habe ich die nicht richtig übersetzt oder es wurde damals wirklich so verwinkelt gesprochen. Vielleicht werdet ihr da ja schlauer draus … Mich würde eure Meinung wirklich sehr interessieren.

Bis ganz bald wieder!

Eure Ela

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3 Kommentare

  • Reply Anni-chan 25. Februar 2016 at 13:42

    Hey Ela :)

    Ich kann ja kein Latein, aber das Gerundium sagt mir dann doch was. 6 Jahre Spanischunterricht und so.
    Die Regeln sind wirklich … seltsam. :D
    Lustigerweise kann ich am besten mitten in der Nacht schreiben und da bin ich normalerweise ziemlich müde. :P
    Im Vollsuff hab ich auch noch nie geschrieben. Trinke ja auch nicht. Hehe. :D

    Liebe Grüße
    Anni

    • Reply Ela Feyh 26. Februar 2016 at 8:54

      Juhu Anni

      Stimmt, die vom Latein abstammenden Sprachen haben eine sehr ähnliche Grammatik ;)
      Ich habe letztes mit einem Freund geschrieben, der mal im Suff ein wenig zu Papier brachte. Da floss die reine Ehrlichkeit aus seiner Feder!
      Aber da ich ja immer ehrlich bin, brauche ich den Alkohol für solche Szenen wohl nicht ;-)
      Es ist wirklich interessant wie viele Personen unter den Autoren nicht trinken. In der Uni wahr das vllt eine Handvoll, die anderen 90 % haben sich gern abgeschossen. Witzig oder? Anscheinend sind wir zu glücklich, um zu trinken :)

      Herzliche Grüße
      Ela

  • Reply Kurt 14. Oktober 2016 at 14:55

    Hallo Ela,

    wir bieten verschiedene Übungen zum Thema: Latein.
    Sie stehen Schülern kostenlos zur Verfügung.

    http://www.denkarthofheim.de/blog/materialien/

    Liebe Grüße :)

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