Ela Hautnah, Schreibwerkstatt

Wenn ein Ton eine Geschichte zum Strahlen bringt

15. April 2016
Musik und Klavier und Noten

Kennt ihr das auch?

Ihr seid in der Straßenbahn, oder einem Kaffee, oder lümmelt entspannt auf dem Sofa, denkt gerade vielleicht an den nächsten Termin oder an das, was ihr gerade gemacht habt, und dann hört ihr ein Lied.
Plötzlich taucht ein Bild vor euch auf oder Gefühle brennen in eurer Brust, die nichts mit dem zu tun haben, was ihr gerade machtet, oder ihr hört Stimmen, obwohl ihr allein seid …

So geht es mir häufig, wenn ich bestimmte Musik höre. Ich kann nicht einmal sagen, was so besonders an den Liedern ist, manchmal sind es nur Instrumentalstücke. Aber die Melodie oder der Rhythmus tragen, nein katapultieren mich dann an einen ganz anderen Ort, in eine neue Szene. Es ist wie ein Rausch, der mich in seine Klauen nimmt und dem ich nicht entkommen kann.

Die Wirkung von Musik

Ich finde es immer wieder unglaublich, was Musik mit uns machen kann.
Sie bringt einen zum Weinen oder zum Lächeln, verwandelt Trauer in Sehnsucht, sie kann die Langeweile verdrängen oder zum Träumen verleiten.
Sie kann einen Streit verhindern und Menschen zusammen bringen, jedoch auch für Krieg und Krach sorgen.
Und all das bewirken nur Schwingungen in unserem Gehör. Reine Mechanik also, die aber zu großer Emotionalität und somit auch zu großer Kreativität führt.
Für viele Autoren ist sie die treibende Kraft, ihre Geschichten niederzuschreiben,
bringt ihnen Ideen oder lässt sie tiefer in die Geschichte eintauchen,
da die Gefühle ihrer Protagonisten so real wirken, als stünden sie direkt neben einem.
Zumindest mir geht es so …

Und gerade verleitet sie mich an einem ganz anderen Buch zu schreiben, als an der Nephylen-Reihe.
Ed Sheerans „I see fire“ und Photograph“ sind einfach soooo wunderschön, dass ich nicht aufhören kann, diese Lieder zu hören. <3 <3 Da die Szenen in der Fortsetzung von Feuerhelix jedoch nicht zu der Stimmung passen, verleiteten mich die Lieder an der Fortsetzung von Sylnen zu schreiben.
Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Szene, die ich geschrieben habe:

„Bilder tauchten plötzlich vor ihren Augen auf. Von ihm. Lachend; wütend, wenn wieder etwas nicht nach seinem Kopf gegangen war; vor Freude, wenn seine Musik geliebt wurde. Ihr Aufenthalt hier hatte nur ihr Leid begraben und sie zum Handeln, zum Leben gezwungen. Ein Leben, dass ihr bald möglicherweise durch die Personen genommen wurde, die ihr früher alles bedeutet hatten. Es gewisserweise immer noch taten … „

Und erst, wenn ich die Bilder oder Gefühle zu Papier gebracht habe, kann ich wieder in den Alltag zurückkehren.
Es mag seltsam klingen, aber während dieser „Musikphasen“ sehe und fühle ich die Personen und Szenen
so klar vor mir, als würden sie die Realität überdecken. Wer kann denn in so einem Zustand normal denken oder arbeiten? Mir fällt das unglaublich schwer und manchmal ist es wirklich anstrengend, sich auf das Hier und Jetzt
und nicht auf die Geschichte zu konzentrieren.
Aber dennoch liebe ich diese Phasen und sehne sie regelrecht herbei. Zum Leid meiner Mitmenschen und des Haushalts, die ich dann sträflichst vernachlässige ; )

Die passende Musik …

Umgekehrt kann die Musik jedoch auch genutzt werden. Wir müssen nicht zu ihrem willenlosen Sklaven werden, sondern können sie ebenfalls unterwerfen – im übertragenden Sinne.

Ich habe zum Beispiel verschiedene Playlists angelegt. Je nachdem, was ich schreibe, suche ich mir die Musik heraus.
Zu meinen epischen Fantasy-Welten passt natürlich am besten epische Musik. Dafür habe ich mir nicht einmal eine List zugelegt, da ich einen super Radiosender (Radionomy epic stream) im Internet gefunden habe. Die Werbung nervt zwar manchmal, aber über diesen Sender habe ich schon einige wundervolle Lieder gefunden, die ich dann tagelang als Ohrwurm hatte und die mich leider auch wieder zu ihrem Sklaven machten ; )
Für düstere Aktionszenen höre ich gern Steven Wilson oder Civil Twilight und bei traurigen oder
sehr emotionalen Abschnitten lasse ich mich von Aurora, Ben Howard oder Alan Warkers „Faded“ tragen.

Habt ihr euch solche Playlists oder bestimmte Lieder, die ihr immer wieder nehmt? Ich bin immer auf der Suche nach neuer Musik und würde mich sehr über eure Vorschläge freuen = )

Soweit zur Musik = )
Ich setz mich jetzt wieder an meine Korrektur (aber meist musiklos – dazu aber mal ein anderer Beitrag)

Bis ganz bald wieder!!

Eure Ela

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